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Tag(e) auf See

Die Tage auf See sind hart du voller Entbehrungen, zum einen weil das Satelliten WLAN immer ausfällt und zum Anderen weil das Essen jetzt nicht so der Reißer ist. (der Reißer sein, umgangssprachlich für: bemerkenswert über der Norm liegen)
Für ein Frühstück, wenn man es so nennen will, müssen wir durchs halbe Schiff laufen, ich etwas weiter um die Elfe wieder einzufangen die in falsche Richtung läuft. Dort angelangt bestellen wir bei einem haarlosen Italiener zwei Kaffee und für mich noch Krapfen und Croissant. Der freut sich uns als Österreicher identifiziert zu haben und antwortet uns in Italienisch, Französisch  und ich glaube auch ein bisschen Deutsch erkannt zu haben.
Das Tagesprogramm wird dann ein bisschen flach, die meisten Attraktionen wie zB. Pool, Casino, Gym oder Video Games wurden mangels Interesse geschlossen, nicht das der Passagiere sondern eher der Fähr-Gesellschaft aber wir haben ja noch das Satelliten WLAN dass uns alles Stunden mit einer neuen Schlagzeile aus dem Presse App versorgt.
Am Nachmittag kommt ein kleines Sanitär Problem dazu, welches aber einen Seemann von Welt oder aus Thailand nicht aus der Fassung bringt. Ich habe die Toilette benutzt, scheinbar aber nicht auf die korrekte Füllmenge geachtet was diese dazu veranlasste den Dienst zu quittieren. Da hilft auch nicht mehr maliges spülen, im Gegenteil. Als ich einsehen musste dass es keinen Sinn mehr macht ständig auf die Spülen Taste der Jet Flush Toilette zu drücken, hatte diese den Rand schon gestrichen voll.
Für solche Art der Unterhaltung gibt es die Rezeption, die höflich in gebrochenem Englisch Fragt ob das „Wasser“ schon in der Kabine ist. Wir beruhigen und versichern dass es erst in Bad ist, als Wasser würde ich es allerdings nicht mehr bezeichnen. Sie freut sich trotzdem und schickt einen kleinen Thai los, der sich wiederum trotzdem nicht freut. Scheiß Job, wirklich.
Danach wird es eher langweilig, ich sehe wieder einen Film auf Französisch mit Italienischen untertiteln.
Zum Abendessen entscheiden wir und diesem die „Cafeteria“ zu testen, hätten wir gewusst was auf uns zukommt hätte ich das Essen auch mit dem Helikopter einfliegen lassen und gern die Rechnung bezahlt. Die Holde nimmt einen Tunfisch Salat und kommt noch glimpflich davon, ich allerdings habe mich vor den dargebotenen Speisen erschreckt und dass einzige genommen dass frisch zubereitet wurde, den Hühnchen Burger. Muss wohl ein Hybrid gewesen sein, weil das Teil auch als Fisch, Schwein bzw. Styropor Burger durchgegangen wäre. 2g Salz dazu (für 20Cent versteht sich) machen das ganze zwar salzig aber nicht besser.
Der Wein versucht zwar uns eine Alkoholisierung vorzugaukeln schafft es aber nicht weiter als bis zu dem grausigen Geschmack den man dabei hat.
Bevor es noch ins Bett geht schaue ich mir den Anfang des gestrigen Filmes (es gibt hier nur eine DVD an Bord) an, diesmal wird er auf Englisch angekündigt. Das einzig englische an dieser Vorführung ist die Ankündigung weshalb ich den amerikanischen Präsidenten wieder auf Französisch sehe, diesmal jagt er glaube ich einen italienischen Koch.

Danach geht’s ins Bett und während mich die Blitze des Unwetters in den Schlaf begleiten ist die Holde auf der Hut und verfolgt unruhig die Wellenamplituden um ein etwaiges gefährliches Muster darin zu finden und uns alle zu retten. (sie weiß inzwischen den schnellsten Weg nach draußen, ich den zur Bar)
Am nächsten Morgen bevor es Richtung Carcassonne geht. bin ich ausgeschlafen und sie erschöpft von der Suche.

gute nacht

hier noch der versiegelte raumelder

17.6.14 23:58

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